Gedanken zur Unterstützten Kommunikation und zu UK-Prozessen

Obwohl Begriffe wie personenzentrierte Begleitung, Selbstvertretung und Inklusion für Menschen mit Beeinträchtigung auch bei auch bei uns in der Steiermark immer mehr in den Vordergrund rücken, bleibt im Alltag oft eine Frage offen: Wie können wir diese Ziele  für und mit Menschen ohne Lautsprache umsetzen und Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen in diese möglichst große Selbständigkeit begleiten? Oft ist ja schon eine gemeinsame Kommunikationsebene die erste Barriere die wir überwinden müssen.

Die Unterstützte Kommunikation mit ihrem breiten Spektrum und Werkzeugkoffer bietet sehr viele Anregungen und Methoden um ganz konkret wirksam zu werden. Das Problem in der Umsetzung ist nicht das fehlende Angebot. Oft ist es eine Frage der Zeit und der Wertigkeiten die es verhindern, dass sinnvolle und ganzheitliche UK Systeme erprobt, adaptiert und evaluiert werden. In der UK ist es von großer Bedeutung sehr individuell, kompetent, behutsam aber auch motivierend vorzugehen. Die UK Angebote müssen erarbeitet, angepasst aber auch immer wieder verändert werden. Alle Lebensbereiche sollen mit einbezogen werden, schließlich erlernt der UK- Nutzer, die UK – Nutzerin eine „neue Sprache“ die für Angehörige und Betreuerinnen keine „fremde Sprache“ bleiben soll. So ist es bedeutsam sich vor dem Start gemeinsam gut zu überlegen, welche Sprache man erarbeiten möchte und welche Methoden kombinierbar sind. Dann kann der spannende Weg gemeinsam begangen werden.

Am Allerwichtigsten ist jedoch, dass der unterstützt Kommunizierende so begleitet wird, dass er immer mehr Freude und Wirksamkeit an der eigenen Kommunikation erlebt und die Selbständigkeit sowie die Teilhabe am Leben selbst intensiver und erfüllender werden. So kann Lebensqualität wachsen und unsere hohen Ideale von Inklusion und Personenzentrierung, von Zukunftsplanung und Partizipation bekommen einen neuen Geschmack. Den Geschmack des Alltags!